Industriebodenbeschichtungen werden eingesetzt, wenn der Boden nachhaltig gegen hohe chemische und mechanische Belastungen geschützt werden muss, oder höhere Anforderungen an Hygiene und an die optische Qualität der Oberfläche gestellt werden. Die Bodenbeschichtungen werden in einer Schichtstärke zwischen 1 bis 5 mm aufgebracht. Bei stoßender und schlagender Belastung oder Gabelstaplerverkehr ist eine Schichtstärke von mindestens 3 mm notwendig. Die chemische Beständigkeit sowie die Rissüberbrückung der Beschichtungssysteme sind von der Art des Bindemittels und der Füllstoffe abhängig. Eine hohe Flexibilität und Rissüberbrückung bedeutet leider fast immer eine Einschränkung bei der chemischen Beständigkeit. Bei extremen Belastungen finden Glasfaser verstärkte Laminat - Beschichtungssysteme ihre Anwendung. Diese zeichnen sich durch eine sehr hohe chemische wie mechanische Festigkeit bei einer gleichzeitigen Rissüberbückungsfähigkeit aus. Wenn elektrostatische Aufladung zu Störungen im Betriebsablauf oder zu Gefahren führen kann z. B. Explosionsgefahr bei der Lagerung brennbarer Flüssigkeiten, können die Bodenbeschichtungen auch elektrisch ableitfähig ausgeführt werden. Dekorative Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der Vielfalt der möglichen Farben. Bei einer geforderten elektrischen Ableitfähigkeit kommt es leider zu Einschränkungen in den Gestaltungsmöglichkeiten. Bodenbeschichtungen können je nach Erfordernis glatt oder rutschfest ausgeführt werden. Als Bindemittel werden Epoxidharze, Polyurethane, Acrylate, Polyester und Vinylester verwendet. |
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